Darf Ihr Hund einfach nur „Hund sein“?

Får din hund lov til at "være hund"?

„Oh, lassen Sie Ihre Hunde auf der Wiese Löcher buddeln? Meine darf das nicht, weil sie dann zu Hause den Garten noch mehr umgräbt.“ „Wow, Sie sind mutig, Ihrem Welpen Pappkartons zum Zerreißen zu geben – wie sieht es denn sonst bei Ihnen zu Hause aus?“

Solche Kommentare höre ich immer wieder, wenn ich mich mit anderen Hundehaltern darüber unterhalte, was unsere Hunde im Alltag dürfen und was nicht. Ja, meine Hunde dürfen buddeln und Dinge kaputtmachen. Und nein: Sie buddeln nicht mehr Löcher im Garten und zerstören auch nicht mehr meine Sachen zu Hause. Im Gegenteil. Sie dürfen auch baden, sich schmutzig machen, an Dingen kauen, spielen und all die anderen Dinge tun, die ich als „Hundesein“ bezeichne.

Die meisten von uns, mich eingeschlossen, stellen hohe Ansprüche an unsere Hunde: Sie dürfen nicht bellen, nicht hochspringen, nicht jagen, nicht ... - ja, die Liste all der Einschränkungen, die wir ihrer Fähigkeit auferlegen, ihr natürliches Verhalten auszudrücken, ist lang.

Deshalb ist es mir wichtig, meinen Hunden auch mal Hund sein zu lassen und ihnen nicht ständig etwas zu verbieten. Hunde lieben es zum Beispiel zu buddeln und Dinge zu zerstören, und wenn ich ihnen diese Bedürfnisse erlaube, sind sie zufriedener und glücklicher. Dadurch haben sie auch weniger das Bedürfnis, Dinge zu zerstören oder im Garten zu buddeln, wenn ich es nicht möchte.

Genauso glücklicher werden auch wir Hunde, wenn wir auf ihre rassespezifischen Bedürfnisse eingehen, anstatt sie zu unterdrücken. Die meisten Hunde entwickeln, wenn sie ihre natürlichen Bedürfnisse nicht ausleben dürfen, weniger angemessene Verhaltensmuster. Dies muss natürlich unter kontrollierten Bedingungen geschehen, damit unsere Hunde andere nicht stören. Doch wenn man sich ein wenig umschaut, findet man viele Möglichkeiten. Wir selbst betreiben beispielsweise Canicross, wo viele Hunde, die gerne rennen und ziehen, ihren Bedürfnissen nachgehen können. Und viele spezialisierte Vereine bieten Trainingskurse an, die für alle offen sind, wo Ihr Hund verschiedene Aktivitäten ausprobieren kann – auch wenn Sie nicht jagen gehen, Schafe hüten oder Hundesport auf Wettkampfniveau betreiben.

Meine Golden Retriever hatten schon immer freie Hand bei verschiedenen Gegenständen im Haus, denn ein Retriever ist am glücklichsten, wenn er apportieren darf. Dass beide, besonders als Welpen, sowohl Schuhe als auch Socken apportierten, wurde einfach mit Begeisterung aufgenommen und nicht geschimpft. Ich kann das Verhalten später immer noch korrigieren, falls nötig. Natürlich braucht es etwas Zeit, dem Welpen beizubringen, was er wann darf, aber unsere Hunde sind lernfähig und intelligent, daher geht es meist recht schnell. Deshalb war es auch nicht so schwer, meinen Hunden beizubringen, dass Buddeln auf der Wiese und nicht im Garten erlaubt ist.

Angesichts der vielen Anforderungen, die wir an das Verhalten unserer Hunde stellen, glaube ich, dass es unsere Verantwortung als gute Hundehalter ist, auch ihre Ursprünge zu bedenken und ihnen die besten Möglichkeiten zur Entwicklung und damit zu einem glücklichen Hundeleben zu geben.

Wie sieht es bei Ihnen zu Hause aus? Darf Ihr Hund „Hund sein“?

Über den Blogger:
Karoline lebt mit ihrem Freund und ihren beiden Golden Retrievern Frida und Vilde in Birkerød. Sie ist ausgebildete Tierärztin und Hundetrainerin und Mitbegründerin des Hundelaufvereins Dirty Paws. Außerdem ist sie Trainerin und Seilwartin im lokalen Verein in Nordseeland. Frida und Karoline lieben Canicross und haben bereits an zahlreichen Wettkämpfen im In- und Ausland teilgenommen, darunter Europa- und Weltmeisterschaften. Ihr wichtigstes Motto lautet jedoch „Gemeinsam sind wir stärker“ – die gemeinsamen Ausflüge basieren auf Teamwork und gegenseitigem Verständnis. Und jeder ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Neben Canicross nehmen sie auch an K9-Biathlons (Hindernisläufen mit Hunden) teil und betreiben Hundefitness. Wandern in Dänemark und Europa gehört ebenfalls zu ihren Leidenschaften.

Frida ist eine superschnelle Läuferin. Und sie kann stundenlang in den Alpen wandern. Aber sie liebt es auch, am Bauch gestreichelt zu werden und lange zu schlafen. Wenn ihr etwas nicht passt, kann sie stur wie ein Esel sein. Bei Abendspaziergängen zum Beispiel bestimmt sie die Route. Und sie „unterhält“ sich viel mit Schnurren, auch wenn sie glaubt, sich ein Leckerli verdient zu haben.

Vilde stammt aus dem Frühjahr 2023 – und ist in vielerlei Hinsicht Fridas genaues Gegenteil. Sie ist voller Unfug, immer fröhlich und frech. Wenn sie ungeduldig wird, kann sie wie ein Wolf heulen oder wie ein Känguru herumspringen – ansonsten ist sie ein kluges und mutiges Mädchen, das wildes Spielen und Training liebt. Für ein Leckerli tut sie fast alles.

Frida, Vilde und Karoline sind auf Instagram unter dem Profil @teamgoldenpower zu finden.

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